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Reizüberflutung nach einer Hirnverletzung

"Eine Reizüberflutung nach einer Hirnverletzung ist eine neurologische Störung, die auftreten kann, wenn die Verarbeitungskapazität und die Funktionsreserven des Gehirns eingeschränkt sind. Infolgedessen kann die Menge an sensorischen, kognitiven und emotionalen Informationen, die zuvor verarbeitet werden konnte, die verfügbare Kapazität des Gehirns übersteigen".

Die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie wurden veröffentlicht. Die Übersetzung wird in Kürze verfügbar sein.
In der Zwischenzeit können Sie den Text in der PDF-Datei bereits über Google Lens oder eine andere Übersetzungs-App in Ihre eigene Sprache übersetzen.
Die Veröffentlichung kann auf der folgenden Seite eingesehen werden: Forschung – Sensorische Überlastung

 

Verfolgen Sie die Nachrichten über wissenschaftliche Forschung und den Zwischenbericht auf der Seite https://www.overprikkeling.com/onderzoek-overprikkeling

 

Definition 

Reizüberflutung infolge einer Hirnschädigung ist ein Zustandsbild einer erheblich belastenden Erschöpfungssituation neurologischen Ursprungs. Sie entsteht, wenn mehr kognitive, emotionale und sensorische (einschließlich propriozeptiver und vestibulärer) Informationen in Form von Reizen aufgenommen werden, als das Gehirn verarbeiten kann.

Dies kann zu Folgendem führen:

  • einer allgemeinen neurovegetativen Dysregulation* (des autonomen Nervensystems) mit einer Fight-, Flight- oder Freeze-Reaktion und/oder
  • einer kurz- oder langfristigen Verstärkung neurologischer und kognitiver Beschwerden infolge der Hirnschädigung und/oder
  • einem kurz- oder langfristigen Auftreten neurologischer und kognitiver Beschwerden infolge der Hirnschädigung.

Es können einzelne Beschwerden oder Kombinationen aus neurovegetativen, neurologischen, kognitiven und emotionalen Beschwerden infolge der Hirnschädigung auftreten.

Die Ausprägung der Beschwerden kann in Abhängigkeit von der Anzahl der Reize, einer möglichen Reizakkumulation sowie dem tagesabhängigen Energieniveau schwanken. Die Schwere der Beschwerden kann individuell unterschiedlich sein und wird unter anderem durch die Lokalisation und den Schweregrad der Hirnschädigung, den allgemeinen körperlichen und psychischen Gesundheitszustand, Persönlichkeitsmerkmale, neurologische Entwicklungsstörungen oder Angststörungen sowie insbesondere durch begleitende Erkrankungen der Sinnesorgane – unabhängig davon, ob sie akut auftreten oder sich schleichend entwickeln – und beispielsweise auch durch die Einnahme von Medikamenten beeinflusst.

* Definition neurovegetativer Beschwerden: Krankheitserscheinungen, die auftreten können, wenn das autonome Nervensystem – das unwillkürlich (ohne bewusste Steuerung) verschiedene Organfunktionen reguliert – in seiner Funktion gestört ist.

Das wissenschaftliche Forschungsinstitut Soffos, Dr. M. Schüsler, Dr. J.A.P. van Haastrecht und A. van Schaaijk – Experte auf dem Gebiet der Neurologie / Dozent

Neurologisches Syndrom Der Sensorischen Uberstimulation Als Folge Einer Hirnschadigung Deutsch Jpg

Afbeelding – 1,4 MB

Definition auf der Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen 

  • Allgemeines neurovegetatives Ungleichgewicht* (autonomes Nervensystem) mit einer Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion und/oder
  • Eine kurzfristige oder langfristige Verschlechterung neurologischer und kognitiver Hirnverletzungsbeschwerden und/oder
  • Eine kurzfristige oder langfristige Präsentation neurologischer und kognitiver Hirnverletzungsbeschwerden>>

Die 25 möglichen Symptome

1. Neurofatigue
2. Kopfschmerzen
3. Schwindel
4. Doppelsehen
5. Übelkeit / Erbrechen
6. Gleichgewichtsstörungen
7. Sich verschlimmernde Schmerzsyndrome
8. Sehstörungen
9. Tinnitus / Ohrensausen
10. Denkstörungen
11. Völlegefühl im Kopf
12. Ataxie („Schwankgang“)
13. Leichter Temperaturanstieg / Fieber
14. Einseitiger Kraftverlust
15. Epileptischer Anfall / Drop-Attacken
16. Kraftverlust / Ausfall
17. Krämpfe / Muskelzuckungen
18. Schlafstörungen oder übermäßiger Schlaf
19. Emotionale Schwankungen
20. Harndrang oder Stuhldrang
21. Unfähigkeit, (richtig) zu sprechen
22. In Gesellschaft nichts mehr verstehen
23. Hitze- oder Kältegefühl
24. Gereiztheit / Wut
25. Das Gefühl, dass Körper und Gehirn „abschalten“

# Reizüberflutung nach einer Hirnschädigung (ABI/TBI): Neurologische Symptome, Neurofatigue und wissenschaftliche Erkenntnisse

Reizüberflutung nach einer Hirnschädigung ist ein komplexes neurologisches Phänomen, das nach einer **erworbenen Hirnschädigung (Acquired Brain Injury, ABI)** auftreten kann, einschließlich **traumatischer Hirnverletzung (Traumatic Brain Injury, TBI)**, Schlaganfall, Hirntumor, hypoxischer Hirnschädigung, Enzephalitis oder anderen Formen einer Hirnschädigung. Nach einer Hirnschädigung kann das Gehirn Schwierigkeiten haben, übermäßige sensorische, kognitive und emotionale Reize zu verarbeiten. Alltägliche Reize wie Lärm, helles Licht, mehrere gleichzeitige Gespräche, Menschenmengen oder eine hektische Umgebung können die Verarbeitungskapazität des Gehirns übersteigen und zu Reizüberflutung sowie ausgeprägter **Neurofatigue** führen.

Häufige Symptome einer Reizüberflutung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen, emotionale Veränderungen, geistige Erschöpfung sowie Einschränkungen im Alltag.

**Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen jedoch darauf hin, dass eine Reizüberflutung auch bereits bestehende neurologische und kognitive Symptome vorübergehend verschlimmern kann. Bei manchen Betroffenen können diese Veränderungen länger anhalten. Darüber hinaus kann eine Reizüberflutung vorübergehend neurologische oder kognitive Symptome auslösen, die zuvor nicht vorhanden oder nicht wahrnehmbar waren. So können manche Menschen während oder nach einer Phase der Reizüberflutung vorübergehend oder länger anhaltend unter halbseitiger Schwäche, neurologischen Ausfällen, verminderter Muskelkraft, Sprachstörungen, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, Krampfanfällen oder anderen neurologischen Veränderungen leiden.**

Diese neurologischen und kognitiven Symptome können **paroxysmal** (anfallsartig oder vorübergehend) auftreten. Art, Schweregrad und Dauer der Beschwerden unterscheiden sich von Person zu Person und werden unter anderem durch Ort und Schwere der Hirnschädigung, die körperliche und geistige Belastbarkeit, die verfügbare Energie sowie die Menge und Häufung sensorischer Reize beeinflusst.

Ziel dieser Informationen und der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Forschung ist es, das Bewusstsein für Reizüberflutung nach einer Hirnschädigung weltweit zu stärken und Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung (ABI), einer traumatischen Hirnverletzung (TBI), einem Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen sowie deren Angehörige und medizinisches Fachpersonal beim Verständnis dieses häufig unterschätzten neurologischen Phänomens und seiner Auswirkungen auf Alltag und Lebensqualität zu unterstützen.

Diese Informationen beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind in einer klaren und verständlichen Sprache verfasst, ohne die medizinische Genauigkeit zu beeinträchtigen. Jeder Mensch mit einer Hirnschädigung erlebt Reizüberflutung unterschiedlich. Art, Schweregrad, Dauer und Kombination der Symptome können erheblich variieren.

**Wichtig:** Neu auftretende, plötzlich einsetzende oder unerwartet schwere neurologische Symptome – beispielsweise eine plötzlich auftretende halbseitige Schwäche, neue Sprachstörungen, Bewusstseinsverlust oder Krampfanfälle – sollten immer umgehend ärztlich abgeklärt werden, um andere Ursachen wie einen erneuten Schlaganfall oder eine andere akute neurologische Erkrankung auszuschließen.